Im aktuellen Wallbox-Dschungel ist es schwierig den Überblick zu behalten. Wir helfen dir aber in diesem Artikel die richtige Entscheidung für dein Zuhause zu treffen. Im Folgenden gehen wir auf aktuelle Modelle und Funktionen ein, die dir bei der richtigen Auswahl helfen werden.

Wo wird dein Elektro-Auto geparkt?

Als Erstes solltest du dich fragen „Wo wird mein Auto geparkt?“. Steht dein Auto in deiner Garage oder parkt es draußen? Nachdem nicht alle Wallboxen wasserdicht sind, muss diese Entscheidung im Vorfeld getroffen werden. Zusätzlich entscheidend sind noch die äußerlichen Wetter-Einflüsse. Wenn du in einer sehr kalten Umgebung lebst (zumindest im Winter), bietet es sich neben einer wasserdichten Wallbox auch an, ein flexibles Kabel zu verwenden. Damit erzielst du ein besseres Handling beim Laden.

Welche Kabellänge brauche ich und wieviele E-Autos müssen geladen werden?

Die Länge des Kabels spielt eine wichtige Rolle für die Installation einer Wallbox. Die meisten Wallboxen werden standardmäßig mit unterschiedlichen Kabellängen ausgeliefert. Je nachdem wo deine Wallbox hängt oder steht, musst du eine gewisse Kabellänge mit einberechnen, damit du den Ladeanschluss deines Fahrzeugs erreichst.

Solltest du mehrere Farhzeuge laden wollen, hast du im Wesentlichen zwei Optionen:

  1. Du entscheidest dich für eine Dual-Wallbox. Diese verfügt über zwei Anschlüsse und kann zwei Fahrzeuge gleichzeitig laden. Eine Dual-Wallbox sollte möglichst mittig in beispielsweise einer Garage monitert werden. Dadurch können auf beiden Seiten die Fahrzeuge geladen werden.
  2. Eine weitere Möglichkeit ist es, zwei „smarte“ Wallboxen zu kaufen, die im gleichen Stromkreis installiert werden und miteinander sprechen können. Du erzielst damit maximale Flexbilität und Usability, allerdings ist diese Lösung in der Regel etwas teurer.

Welche Wallbox passt zu meinen Anforderungen?

Level 1: Trickle charging

Level 1 Kabel werden standardmäßig mit jedem elektrischen Fahrzeug mitgeliefert. Diese verwenden einen herkömmlichen Schuko-Stromanschluss für normale Steckdosen. Die Ausgangsleistung (Output) einer solchen Dose ist allerdings so gering, dass das (Voll-)Laden deines Fahrzeugs zur Herausforderung wird. Als Richtwert kannst du hier in etwa 1 Stunde laden für 7 km Reichweite kalkulieren.

Level 2: 240V in der Hausinstallation

Level 2 Ladegeräte bzw. Wallboxen erfordern eine professionelle, elektrotechnische Hausinstallation. Hierbei wird ein 240V Anschluss hergestellt für schnelleres Laden an der Steckdose. Damit werden in etwa 40 km in 1 Stunde Ladezeit generiert, was die Sache schon deutlich interessanter macht. Die wirkliche Ladeleistung bestimmt allerdings das verwendete Ladegerät und das Power Rating deines Fahrzeugs.

Level 3: Upgrade auf Fast-Charging Technologie

Bei Fast-Charging handelt es sich um eine Technologie, die überlicherweise nicht Zuhause installiert wird. Du findest diese Ladestationen bei speziell ausgewiesenen öffentlichen Ladestationen. Eine Installation bei dir Zuhause, würde für die meisten Menschen den finanziellen Rahmen sprengen. Solltest du sehr viel unterwegs sein und nicht viel Zeit zum Laden haben, dann empfehlen wir dir unbedingt beim Kauf deines Elektro-Fahrzeugs darauf zu achten, dass dieses Fast-Charging unterstützt. Damit kannst du unterwegs mal eben beim Supermarkt, oder einer anderen öffentlichen Einrichtung stehen bleiben, wo diese Technologie unterstützt wird.

Welche Wallbox ladet mein Auto nun am schnellsten?

Bei der Auswahl deiner Wallbox, ist Folgendes wichtig: Egal für welche Lösung du dich entscheidest, dein Fahrzeug muss über Nacht vollgeladen sein.

Faktoren, die die Ladezeit bestimmen:

  1. Die Größe des zu ladenden Akkus: Je größer der Akku, desto länger der Ladevorgang
  2. Die maximale Ausgangsleistung deiner Wallbox: Auch wenn dein Fahrzeug eine hohe Ladeleistung unterstützt, deine Wallbox muss es ebenso können.
  3. Leistungskapazität deines Elektro-Fahrzeugs: Dein Fahrzeug kann nur mit 120V oder 240V umgehen. Wenn die Wallbox oder das Ladegerät mehr unterstützt, wird das Fahrzeug die Ladeleistung limitieren.
  4. Umwelt Faktoren: Extreme Bedingungen, wo der Akku entweder sehr kalt oder sehr heiß ist, können die Ladeleistung ebenfalls maßgeblich beeinflussen.

Was sind die Vorteile einer Wallbox für Zuhause?

Einige Level-2 Wallbox-Lösungen sind „smart“ und können aus der Ferne mittels App auf deinem Smartphone gesteuert und kontrolliert werden. Dies geschieht über Bluetooth und/oder Wi-Fi. Diese smarten Wallboxen laden nicht schneller als andere, sind aber mit spannenden Features wie Zugriffskontrollen, oder Überwachung des Ladestroms ausgestattet. Sollten diese Funktionen für dich wichtig sein, gilt es vor dem Kauf einer Wallbox auf diese Features zu achten.

Einige Autos verfügen bereits über smarte Apps und Funktionen von unserer oben genannten Liste. Auch hier macht es Sinn, diese mit der Wallbox gegenzuchecken. Vielleicht brauchst du also gar keine smarte Wallbox und kannst dir dabei Geld ersparen.

Hier noch ein paar entscheidene Faktoren für den Kauf deiner Wallbox:

  1. Kabel Management: Einige Modelle haben ein Holster oder hakenförmige Aufhängungen um das Kabel sicher verstauen zu können. Das hat nicht nur optische Vorteile: Wer Kinder und/oder Haustiere hat, findet es vielleicht praktisch, wenn die Kabel und Stecker aufgeräumt und aus dem Weg sind.
  2. Sperrmechanismus: Solltest du deine Wallbox-Installation draußen planen, dann macht es Sinn über einen Sperrmechanismus nachzudenken. Diese Mechanismen gibt es sowohl für das Ladekabel, als auch für Wallbox selbst. Damit unterbindest du erstens den Diebstahl und zweitens kann auch kein anderes Fahrzeug ohne deiner Freigabe laden. Darüber hinaus, sollte es auch nicht in deinem Interesse sein, dass beispielsweise Kinder mit einem 240V Anschluss herumspielen.